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Mit Kontaktdaten gegen die Pandemie: Zur Ethik von Corona-Warn-Apps

Translated title of the contribution: On the Ethics of Digital Contact Tracing
    • Leibniz University Hannover

    Research output: Contribution to journalArticleAcademicpeer-review

    Abstract

    Zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020, und nach einem weitreichenden Lockdown, ruhten große Erwartungen auf Corona-Warn-Apps, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. Diese Erwartungen haben sich nicht erfüllt; stattdessen wurden in Deutschland als Reaktion auf erneute Wellen von COVID-19 weitere Kontaktbeschränkungen verordnet. Wie hätte die digitale Kontaktverfolgung wirksamer gestaltet werden können? Wir argumentieren, dass es ein Spannungsfeld zwischen der Datensparsamkeit und einer wirksamen Bekämpfung der Pandemie besteht. Im Gegensatz zur deutschen Corona-Warn-App wäre eine Variante der App, in der pseudonymisierte Kennungen zentral gespeichert werden, in der Lage gewesen, die Effektivität der Kontaktverfolgung entscheidend zu erhöhen. Schließlich argumentieren wir, dass das Spannungsfeld zwischen Datensparsamkeit und einer wirksamen Pandemiebekämpfung sich jedoch nicht in einen Wertekonflikt übersetzt, weil zentrale Systeme uns trotz ihrer erhöhten Wirksamkeit nicht vor deutlich gravierendere Probleme beim Datenschutz stellen als dezentrale Systeme. Zentrale Möglichkeiten der digitalen Kontaktverfolgung wären daher ethisch gerechtfertigt, um auf weitere Wellen von COVID-19 oder auf zukünftige Epidemien effektiv zu reagieren.
    Translated title of the contributionOn the Ethics of Digital Contact Tracing
    Original languageGerman
    Pages (from-to)387-400
    JournalEthik in der Medizin
    Volume33
    Issue number3
    DOIs
    Publication statusPublished - 2021

    Fingerprint

    Dive into the research topics of 'On the Ethics of Digital Contact Tracing: Zur Ethik von Corona-Warn-Apps'. Together they form a unique fingerprint.

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