Abstract
Die Altenpflege steht in Deutschland und Schweden seit Jahren vor großen Herausforderungen: Die demografische Alterung führt zu steigenden Pflegebedarfen, und nicht erst seit der Corona-Pandemie werden prekäre Arbeitsbedingungen beklagt. Vor diesem Hintergrund gibt es in beiden Ländern steigende Zahlen an migrantischen Pflegefach- und Hilfskräften, um Personallücken und unbesetzte Ausbildungsplätze zu füllen. Doch worin besteht ihre Bedeutung für die Pflegeerbringung in den jeweiligen Ländern und wie wird diese von verschiedenen gesellschaftlichen Akteur*innen wahrgenommen? In diesem Beitrag berichten die Autorinnen von ersten empirischen Erkenntnissen aus qualitativen Expert*innen-Interviews mit nationalen und lokalen Stakeholdern in Deutschland und Schweden. In beiden Ländern wird die Arbeitsmarkteinbindung von Migrant*innen als eine wichtige Antwort auf Personalmangel formuliert, jedoch gibt es länderspezifisch verschiedene Strategien: Integration von im Land lebenden Migrant*innen in niedrig-qualifizierte Positionen in Schweden und Erwerbsimmigration von hoch qualifizierten Migrant*innen in Deutschland.
| Translated title of the contribution | Migrant workers in formal eldercare in Germany and Sweden |
|---|---|
| Original language | German |
| Pages (from-to) | 401-406 |
| Number of pages | 6 |
| Journal | WSI Mitteilungen |
| Volume | 75 |
| Issue number | 5 |
| DOIs | |
| Publication status | Published - 1 Jan 2022 |