Kontextualistische Wissens­theorien

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Abstract

Epistemischen Kontextualisten zufolge sind Wissenszuschreibungen – Aussagen der Form ›S weiß, dass p‹ oder ›S weiß nicht, dass p‹ (in denen ›S‹ für ein epistemisches Subjekt und ›p‹ für eine Proposition stehen) – auf eine bestimmte Weise kontextabhängig.
Die gängigste Variante des Epistemischen Kontextualismus (EK), die meist als Zuschreiberkontextualismus (attributorcontextualism) oder als konversationaler Kontextualismus (conversationalcontextualism) bezeichnet wird, versteht diese Kontextabhängigkeit in semantischer Hinsicht: Die Bedeutung des Ausdrucks ›wissen‹, so die zentrale These, hängt von den epistemischen Standards des Äußerungskontexts ab. Je nachdem, in welchem Kontext eine bestimmte Wissenszuschreibung geäußert wird, kann sie demnach unterschiedliche Sachverhalte ausdrücken. Etwas konkreter können selbst Äußerungen, die demselben Subjekt zu demselben Zeitpunkt Wissen von derselben Proposition zuschreiben, in verschiedenen...
Original languageGerman
Title of host publicationHandbuch Erkenntnistheorie
EditorsMartin Grajner, Guido Melchior
PublisherMetzler Verlag
Pages70-78
DOIs
Publication statusPublished - 2019

Keywords

  • Epistemic Contextualism

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